Ohne Computer und Elektronik ist Fördertechnik heute nicht mehr beherrschbar

Allerlei High-Tech Maschinen und Computer haben uns mittlerweile so einiges an Arbeit abgenommen. Doch was man selber im Haushalt als angenehm empfindet (kleine Helfer, die das Leben leichter machen), wird im betrieblichen, wirtschaftlichen Bereich häufig zum Problem gemacht. Denn auch dort heißt es, dass Maschinen und Computerregulation uns die Arbeit abnehmen …. jedoch nicht im positiven Sinne. Während man eine solche Entlastung in den eigenen vier Wänden begrüßt, bedeutet sie jedoch in wirtschaftlicher Hinsicht, dass plötzlich Jobs oder gar ganze Berufsbilder nahezu oder völlig überflüssig werden. Grund genug, für Gewerkschaften und vergleichbare Interessenverbände auf die Barrikaden zu gehen. Doch warum eigentlich? Sind, wenn wir uns die Geschichte anschauen, nicht immer wieder Berufsbilder und ganze Zünfte verschwunden, miteinander verschmolzen oder haben sich weiterentwickelt? Zeiten ändern sich und technische Errungenschaften ändern unser ganzes Leben (man bedenke einmal, was sich in dieser Hinsicht allein in den letzten 20 Jahren getan hat). Und die Zeit bleibt nicht stehen. Auch nicht in der Fördertechnik. 

Not macht erfinderisch
Wann immer findige Köpfe etwas erfunden haben, geschah dies aus der mal mehr mal weniger dringlichen Notwendigkeit heraus, dass gewisse Dinge vereinfacht werden sollten. Technische Errungenschaften nehmen Arbeiten ab, die ohne sie weit aufwendiger zu erledigen wären. Das durchzieht die gesamte menschliche Geschichte und Kultur. Vom Rad bis zum Microchip ging es immer darum, bestimmte Aufgabebestellungen und Notwendigkeiten zu erleichtern. Und trotzdem gab es immer genug zu tun. Das kann man leicht am Beispiel des Rads aufzeigen. Natürlich konnte man dadurch Lasten in einer Tour transportieren, für die es vorher viele tragende Schultern gebraucht hätte. Arbeit geht verloren ….. oder vielleicht doch nicht? Muss nicht auch jemand das tragende Fuhrwerk konstruieren? Muss es nicht auch verkauft werden? Muss es nicht auch beladen und entladen werden? Muss es nicht von A nach B kommen? Und muss zu guter Letzt nicht auch das Zugtier genährt, aufgezogen und unter Umständen ausgebildet werden? Man sieht, dass obwohl der erleichterte Arbeitsprozess an sich weniger erfordert, dafür andere Aufgabenstellungen und Erfordernisse entstehen. Neue Arbeit! So ist es bei jedem technischen Fortschritt. Schließlich müssen Maschinen, auch wenn sie letztlich Arbeit abnehmen, selbst erst einmal konstruiert werden. Und auch sie müssen gewartet, betrieben und irgendwann mal von Grund auf erneuert werden.

Aus eben diesem Grund boomt die Fördertechnik. Und das obwohl diese technologisch stark durchzogen ist. Dennoch bedarf es noch vieler helfender Hände – nur die Aufgabenstellungen haben sich gemeinsam mit den Strukturen modernisiert.